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Fotografie
 
 
 
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Manche Meinung und mancher Standpunkt ändern sich, wenn man etwas Abstand gewonnen hat. Ein weiser Rat sagt auch, erst einmal eine Nacht zu schlafen und dann zu urteilen. Und da haben wir unseren Bogen zur Fotografie: Der Abstand macht die Perspektive!
Viele Bücherschreiber und Journalisten  reden von einer „Weitwinkel“ – oder  „Teleperspektive“, obwohl die Objektive gar nichts dazu können, sie sind unschuldig.Ich erinnere mich gern an meine Jugend, in der ich sehr viel zu  Fuß unterwegs war. Die lange Allee führte zum Kirchturm. Und schon als Jugendliche wussten wir, dass neben dem Kirchturm die Kneipe einen kühlen Trunk versprach. Doch trotz aller Anstrengung rückte der Kirchturm, jedenfalls hatten wir den Eindruck, immer weiter weg, die hinteren Bäume, die gerade noch ganz eng zusammen standen, rückten weiter auseinander. Ständig änderte sich die Perspektive. Dabei änderten sich nicht unsere Augen, deren Brennweite blieb gleich. Geändert hat sich der Standpunkt! Das gilt genau so zeitlich, mit einem größeren Abstand ändert sich die Ansicht, was gerade noch wichtig war erscheint in der Rückschau viel unwichtiger.

Der richtige Abstand
Die 85-er oder 100-er hatten in den Zeiten, als das Vollformat noch Kleinbild genannt wurde, den Beinamen „Portraitbrennweite“. Sie zwangen den Fotografen zu einem Abstand, der ein Menschenbild so gestaltete, dass es einen natürlichen Eindruck machte. Augen, Nase und Ohren standen in einem angenehmen Größenverhältnis zu einander: Die Perspektive stimmte. Wenn man einer alten Faustregel folgt, so benötigt die „natürliche Perspektive“ einen Abstand, der in etwa dem 10-fachen der Motivtiefe entspricht. Bei einem frontalen „Menschenbild“ entspricht die Motivtiefe dem Abstand von der Nasenspitze bis zum Haaransatz, also etwa 10 -15 cm, je nach Nase. Man kann also flachere Gesichter durchaus aus einer kürzeren Entfernung fotografieren als Cyrano de Bergerac. Beim gemeinsamen Bild von de Gaulle und Adenauer nahm man also einen etwas größeren Abstand. Dieser „Portraitabstand“ erfordert nun eine Brennweite von 85 oder 100 mm, wenn der Bildausschnitt ein „Brustbild“ hergeben soll. Ein Trompeter frontal aufgenommen braucht den entsprechend größeren Abstand und damit eine längere Brennweite. 3 oder 4 Leute nebeneinander werden, um eine „natürliche Perspektive“ zu erreichen, aus demselben Abstand fotografiert, was zu einer kürzeren Brennweite führt.

Format und Brennweite
Vielleicht haben wir im Zusammenhang mit der Abbildungsgröße in der Makrofotografie von Bedingungen bei den verschiedenen digitalen Formaten gelesen. Wenn ich also ein Portrait perspektivisch richtig darstellen will, darf ich beim Wechsel von Vollformat auf APS-C nicht bei der Brennweite bleiben und den Abstand ändern, sondern ich muss den Abstand beibehalten und dem entsprechend die Brennweite verkürzen. Bei APS-C hat also das 50 mm Objektiv die Aufgabe des 85 mm übernommen. Wir sehen, nicht die Brennweite macht die Perspektive, sondern der Abstand.

Perspektive als Gestaltungsmittel
Es gibt viele Dinge, die wir im Kopf haben, die nicht der Wirklichkeit entsprechen. So sehen wir einen uns bekannten Pullover immer im selben Rot, obwohl bei wechselnden Lichtverhältnissen das Rot auch wechselt. Unser Hirn macht einen „automatischen Weißabgleich“. Man spricht auch von „erinnerten Farben“. Ähnlich geht es uns mit der Schärfe. Wir können immer nur eine Ebene scharf sehen. Deshalb wollen ja auch viele Menschen in ihren Bildern viel „Schärfentiefe“ haben, weil sie so etwas selber nicht sehen können.  Überall scharf ist für unseren Augen nicht möglich. Deshalb haben Bilder mit großer Schärfentiefe eine gewisse Flachheit, weil alles, was wir scharf sehen, für uns gleich weit weg ist. Und da kommt die Perspektive ins Spiel. Groß abgebildete Dinge sind für uns immer weiter vorn als klein abgebildete. Wenn schon alles scharf sein soll und damit die Räumlichkeit zu verflachen droht, so hilft es, die vorderen Dinge sehr groß und die hinteren sehr klein abzubilden. Zu dieser „steilen Perspektive“ muss ich den Abstand zum vorderen Bildteil sehr kurz machen. Und damit alles drauf kommt, brauche ich einen großen Aufnahmewinkel. Der Abstand macht die Perspektive und das Weitwinkelobjektiv macht das Bild möglich. Ein Ausschnitt aus diesem Weitwinkelbild, der einer längeren Brennweite entspricht, macht keine andere Perspektive, es hat sich der Abstand nicht geändert. Das Bild hat jedoch weniger Räumlichkeit, weil alles gleich scharf und ähnlich groß aussieht, für uns auf einer Ebene. Jetzt hilft Aufblenden und das Wesentliche durch Scharfstellen unterstreichen. Denn das Scharfe ist für uns eine Ebene und alles Unscharfe eine andere.

Start
Fotografen

Merke:
Kann ich nah heran, darf ich abblenden und erreiche Räumlichkeit über die „steile“ Perspektive. Muss ich weit weg bleiben, erreiche ich bei der „flachen“ Perspektive Räumlichkeit nur durch Aufblenden, durch den Unterschied von scharf und unscharf. Und dann wird es wieder teurer, denn zum Aufblenden sind die meisten Telezooms nicht gearbeitet, werden sie doch mit immer längerer Brennweite immer lichtschwächer. Auf der anderen Seite haben Zooms auch positive Seiten, kann ich doch die Brennweite und damit den Bildausschnitt ändern, ohne den Abstand und damit die Perspektive zu ändern. Da haben die Festbrennweiten als „Turnschuhzoom“ auch mal einen Nachteil!