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"Aus einem minderen Stück wird auch mit Hilfe des Rückwärtsgarens kein Gourmetstückchen."
Weisheit aus einer Koch-Show

Als Fotograf noch "Photograph" geschrieben wurde, gab es daneben noch den Beruf des "Fotolaboranten". Der Fotograf machte Bilder und beauftragte den Laboranten mit der Ausarbeitung. Damals gab es keine Bildbearbeitung, es sei denn, das Foto war kein Bild, sondern ein Fehlergebnis. Dann versuchte der Laborant, mittels aller möglichen Tricks (Isohelie oder Pseudosolarisation oder mehrmaliges Umkopieren oder Agfacontourfilm oder versetztes Vergrößern eines "Sandwich" aus Positiv und Negativ) noch etwas Brauchbares daraus zu machen. Wohlgemerkt: Wenn das Foto ein Bild war, musste man es nur noch vergrößern, sonst nichts!
Das lässt mich zur Erkenntnis kommen, dass die meisten "digital Belichtenden" den Beruf des Laboranten fortführen, denn sie "fotografieren" nicht, sondern produzieren Fehlergebnisse, die der "Bildbearbeitung" bedürfen. Was auch schon wieder falsch ist, denn ein BILD muss nicht mehr bearbeitet werden, wenigstens nicht viel mehr als früher auch. Die Kantenschärfe hing auch vom Negativ-Entwickler ab und die Gradation wählte man noch, vielleicht auch den oder die Positiventwickler für die Ein- oder Zweischalen-Entwicklung. Und soviel Photoshop darf sein!
Schade eigentlich, dass es heute nicht mehr Fotografen gibt als vor 60 Jahren, dafür aber mehr Laboranten!

Hat sich ein Fotograf erst einmal auf das Niveau des Wettstreits begeben, so wird er sehr wahrscheinlich als Mitglied einer jener “Gesellschaften für Bewunderung auf Gegenseitigkeit” enden, die sich Fotoklubs nennen. Damit gibt er die Chance auf, ein Fotograf zu werden, der etwas Wertvolles zu sagen hat
Andreas Feininger

In der Nähe unseres beliebten Workshoportes Puy L'Evêque liegt Vire-sur-Lot mit dem Château Croze de Pys.
Den "Vin noir" AOC Cahors gibt es auch in Deutschland zu kaufen!

Weltgeist und Cahors

Georg Wilhelm Friedrich Hegel, der große Philosoph Preußens, der zwischen (wir sind nicht zu präzise) 1800 und 1830 einer der einflussreichsten Männer in Europa gewesen ist, hat nicht nur Begriffe wie Weltgeist und Dialektik entscheidend geprägt, sondern war auch (wir sind darüber nicht überrascht) ein großer Liebhaber des Rotweins. In seiner Berliner Zeit hat er die meisten Geschäfte seiner Frau überlassen. Miete, Bezahlung der Magd und den Weineinkauf allerdings hat er sich ausdrücklich selbst vorbehalten. Es ist dank seiner Buchführung zum Teil exakt überliefert, in welcher Woche er wie viele Flaschen oder Fässer geordert hat.
Hegel war dabei äußert präzise, allerdings sind die einzelnen Rebsorten oder Herkünfte in seinen Unterlagen nicht aufgeführt. Einzig beim Rotwein findet sich immer wieder ein Anbaugebiet deutlich unterstrichen, das er besonders geschätzt hat:Wir sind erneut nicht wirklich überrascht, dass an diesen Stellen ausschließlich von Cahors die Rede ist.
 (Gelesen in der Rowohlt-Monographie "Hegel" von Franz Wiedmann.)

Wo habe ich das gelesen?
Guckt mal hier

«Si tu vois tes doigts à travers la robe du vin,
alors ce n’est pas du Cahors».

„Perfekt ist nicht, wenn man nichts mehr hinzufügen kann, sondern wenn man nichts mehr weglassen darf.“

Saint Exupéry
Gilt auch für HDR!

Die Berühmtheit mancher Zeitgenossen hängt mit der Blödheit der Bewunderer zusammen

Heiner Geißler